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Vorbeugende Hausbesuche – was ist das?

Es gibt zahlreiche Hilfsangehbote für Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Welches Amt aber ist für die Hilfe in welcher konkreten Situation zuständig? Wo, wann und unter welchen Voraussetzungen kann bzw. muss welcher Antrag gestellt werden? Wo gibt es Hilfe beim Ausfüllen der so zahlreichen Formulare?

Vor allem ältere Menschen finden allein oft keine Antwort auf diese und andere Fragen – und resignieren. Das ist der Punkt, an dem das Projekt „Vorbeugende Hausbesuche“ greift. Was verbirgt sich dahinter?

In Beregholz-Rehbrücke gibt es unter Leitung von Antje Sachs ein solches Projekt bereits seit mehr als einem Jahr. Und es ist erfolgreich. Mehr als 70 Mal konnte Hilfesuchenden geraten werden bzw. gelang es, sie „auf den richtigen Weg“ zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger, denn die zehn Ehrenamtler können die Arbeit der jeweils zuständigen Ämter nicht übernehmen. Sie verstehen sich als Mittler und auch nur dann, wenn sie „gerufen“ werden.

Dabei ist die Palette sehr breit. Sie reicht über Pflege, Behinderung, sozialpsychiatrischer Dienst, Demenz, Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht, Schulden, Sucht bis zur Wohnraumanpassung.

Wie die Hilfe vorbereitet und organisiert werden kann, darüber gab es am 15. Februar eine Gesprächsrunde zwischen Mitstreitern des Bergholz-Rehbrücker Projekts und Mitgliedern des Potsdamer Sozialausschusses. Die Bergholz-Rehbrücker Gabi Lorenz und Kurt Baller „plauderten aus dem Nähkästchen“ und ließen sich „in die Karten schauen“. Vor allem unterstrichen sie die Erkenntnis, dass gutes Wissen über die vor Ort angesiedelten Hilfen zum einen und über ein zu schaffendes Vertrauensverhältnis zwischen den Projektlern und den Hilfesuchenden zum anderen Erfolge erreicht werden können. Um dahin zu kommen, sind viele Wege möglich und notwendig.

Die Mitglieder des Potsdamer Sozialausschusses fragten viel, schrieben sich viel auf. Die Bergholz-Rehbrücker Gesprächsrunde verstanden sie als eine Art Auftakt zum eigenen Projekt „Vorbeugender Hausbesuch“,

Kurt Baller

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