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„Streifzüge durch die Fauna des Havellandes“

Mit „Streifzüge durch die Fauna des Havellandes“ hatten Sylvia Krause und Melanie Michaelis für ihre Touristeninformation in Ketzin eine Ausstellung erstellt, welche die schöne Natur des Havellandes widerspiegelt. Unmittelbar vor ihrer Haustür befinden sich Havel und Erdelöcher, von denen sie das „Leben” sorgsam und liebevoll auf etlichen Tafeln abbildeten und erklärten: In der unteren Havelniederung befindet sich das größte Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Die Niederung der Unteren Havel hat darüber hinaus europäische Bedeutung als Vogelschutzgebiet.

Die drei Mädchen trafen sich nach ihrem Schulunterricht in der 5. Klasse am schönenTrebelsee in Ketzin

Für die Herbstmonate fand sich hier die Beschreibung eines beeindruckenden Schauspiels, wie sich alljährlich große Vogelscharen für die lange Reise in wärmere Länder sammeln. Sie fliegen in Schwärmen, keilförmig oder in V-Formationen über das Havelland. Viel war über dieses Naturschauspiel zu erfahren, aber auch über die Lebensweise der Zugvögel, wie u. a. vom Storch, Kuckuck und Rotmilan. Von den Kuckucks kämen zwei verschiedene Farbvarianten vor, graue und die zumeist rostbraunen Weibchen. Sie ernähren sich von Insekten, Würmer, Raupen und Spinnen. Das Kücken des im fremden Nest gelegten Kuckuckseies, ziehen meist kleinere Gasteltern groß. Auf einem Bild in der Ketziner Ausstellung fütterte ein Rotkehlchen den jungen Kuckuck. Groß geworden, müsste dieser ohne Flugunterricht in Richtung Winterquartier von alleine los geflattert sein.

Sylvia Krause (Foto) und Melanie Michaelis vom Touristeninformation Ketzin huldigten mit ihrer Ausstellung die Schönheit der Havel

Auch hier verbleibende Wintervögel wie Kormoran und Eisvogel, fanden breite Identifikation.

Mit der vielfältigen Vogelwelt, dem Fischbestand der Gewässer und der Fauna der hiesigen Flusslandschaft gaben Sylvia Krause und Melanie Michaelis Einblicke in eine weitestgehend intakte und einzigartige Naturlandschaft. Aber auch die Fortpflanzung der Aale im Sargassosee vor der Küste Floridas, deren Einzelheiten bis heute ungeklärt sind, wurde nicht außer Acht gelassen.

Die Landschaft des Havellandes mit ihren Feuchtgebieten ist für viele Amphibien ein spezieller Lebensraum. So war unter anderem von der Knoblauchkröte, dem Teich- und dem Moorfrosch sowie von der Erdkröte über ihre Lebensräume zu erfahren. Nur selten ist in den warmen Monaten die häufigste ungiftige Natter Europas zu sehen, die Ringelnatter. Im Ketzin/Havelraum ist auch das größte Nagetier Europas, der Biber, zu finden und hinterlässt seine Spuren.

Über Wildschweine war zu erfahren, wie sie als hervorragende Schwimmer problemlos auf die Havelinseln gelangen.

G.S.

Fotos: Schiller

 

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