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Sportler stehen auf der Straße

Zu Beginn der kalten Jahreszeit geht er wieder los, der Kampf um die Hallennutzung der ansässigen Vereine. Jetzt wird dieser Kampf verschärft, denn es gibt immer mehr Sporttreibende und immer weniger Hallen.

Aus diesem Grund wendet sich unter anderem der Sportfreunde Kladow e.V. an die Verantwortlichen mit einem Offenen Brief, den wir hier gerne veröffentlichen, in der Hoffnung, dass er von denen, an die er adressiert ist, auch gelesen wird.

Müssen die meisten Sportlerinnen und Sportler der Kladower Vereine im Herbst und Winter eine Zwangspause einlegen?

Berlin, den 22.11.2017

Offener Brief zur katastrophalen Sporthallensituation in Gatow/Kladow

Als Sportverein im Spandauer Süden sind wir auf öffentliche Sporträume angewiesen, wenn wir uns den gesellschaftlichen Anforderungen stellen und ein vielfältiges Sport- und Bewegungsprogramm unserer Bevölkerung anbieten wollen.

Seit mehreren Jahren machen wir auf die unbefriedigende Sporthallensituation in Gatow/Kladow aufmerksam. Der Zuzug junger Familien in den Spandauer Süden hält unvermindert an. Gerade im Kinder- und Jugendbereich sind unsere Bewegungsangebote nachgefragt. In Sportarten wie Leichtathletik, Kindertanz, Kinderturnen werden Wartelisten geführt. Die Hallenkapazitäten im Raum Gatow/Kladow sind begrenzt und ausgeschöpft. Mit der Schließung der Alten Dorfschule (April 2016, aus Brandschutzgründen) mussten wir erhebliche Einschnitte hinnehmen. Ca. 15 Angebotsgruppen mit mehr als 200 Teilnehmern wöchentlich mussten zusammengelegt bzw. in anderen Räumlichkeiten untergebracht werden. Die Situation hat sich noch einmal drastisch mit der Sanierung der Sporthalle der Ritterfeld-GS verschärft. Die Sporthalle ist seit Anfang November geschlossen (Schwelbrand) Schulsport, wie auch Vereinssport finden im Freien statt oder fallen aus.

Für uns bedeutet das:

  • 30 Angebote/Kurse pro Woche fallen aus bzw. müssen mit anderen Gruppen zusammengelegt werden (M.-Poppins-Halle ist jetzt schon voll ausgelastet)
  • Ca. 600 Teilnehmer wöchentlich stehen auf der Straße
  • Sportarten, wie Tischtennis, Koronarsport, Kindertanz, Eltern-Kind-Turnen, Judo, Taekwondo, Kung Fu, Fit ab 50, Leichtathletik sind am stärksten betroffen.

Eine Schmerzgrenze ist erreicht, die wir so nicht weiter hinnehmen können. Die Schließung der Sporthalle der GS am Amalienhof seit vergangenem Freitag (17.11.2017) bringt das „Fass zum Überlaufen“. Ca. 100 Leichtathleten in 3 Altersgruppen sind davon betroffen, es bestehen keine Ausweichmöglichkeiten.

Wir fordern das Bezirksamt Spandau auf, unverzüglich erforderliche Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen umzusetzen und die Sporthallen für den Schul- und Vereinssport umgehend zu öffnen. Die Sportstättensanierung in Spandau muss „Chefsache“ werden!

Wir engagieren uns gern in der Gesellschaft und machen den Spandauer Süden lebens- und liebenswert! Rahmenbedingungen, wie die Bereitstellung von öffentlichen Sportanlagen und Plätzen sind dabei Grundvoraussetzung für unsere Arbeit.

Eine wachsende Stadt erfordert auch eine wachsende Infrastruktur!

Auch der Spandauer Süden wächst, das sollte in der Sportentwicklungsplanung  berücksichtigt werden!

Manuela Stein, Vorsitzende“

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