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4. Januar 2018
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4. Januar 2018

Soll beliebte Freizeitfläche im Volkspark einer privaten Beachvolleyballanlage weichen?

Die Stadtverwaltung prüft, ob Ausweichflächen für die wegfallende Beachvolleyballanlage „FunFor4“ im Volkspark Potsdam selbst infrage kommen.

Gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll geprüft werden, auf welchen Flächen im Volkspark oder an anderer Stelle in Potsdam die derzeit betriebene Beachvolleyballanlage „FunFor4“ verlagert werden kann.

Nach Abschluss der Bundesgartenschau im Jahr 2001 wurde im Zuge der Nachnutzungskonzeption seitens der Verwaltung entschieden, die Gartenschaubereiche auf den zukünftigen Bauflächen der Roten Kaserne West nicht sofort zurückzubauen, sondern diese Bereiche bis zur Umsetzung der Entwicklungsziele als vorübergehende Bereiche des Volkspark Potsdam zu nutzen. Vor diesem Hintergrund wurde die Machbarkeitsstudie Volkspark Potsdam 2020 mit dem Ziel erarbeitet, eine dauerhafte Integration der temporären Nutzungen in den Volkspark zu ermöglichen.

Im Ergebnis wurden für alle temporären Nutzungen alternative Flächen gefunden, nur noch nicht für die „Funfor4“. Funfor4“ vermietet ihre Spielfelder an private Gruppen, Unternehmen oder führt Turniere mit großer Besucherzahl durch, die wesentliche ökonomische Säulen des Betriebes sind. Die Standortprüfung, die in Zusammenarbeit der Bereiche Stadterneuerung, Stadtentwicklung, dem Bereich Sport und der Wirtschaftsförderung durchgeführt werden, hat das Ziel, ein für Potsdam beliebtes Sport- und Freizeitangebot sowie einen florierenden Wirtschaftsbetrieb zu erhalten.

Eine der Flächen, die in die Prüfung einbezogen werden soll, ist die Grünfläche zwischen den Wällen, bzw. dem Skaterplatz und dem Basketballfeld.

Matthias Finken, Sprecher der Interessenvertretung Bornstedter Feld (IVBF) und Fraktionsvorsitzender der CDU/ANW hat dazu eine klare Meinung: „Die Beachvolleyballanlage im Volkspark ist mit den vielen Aktionen des privaten Betreibers ein Gewinn für Potsdam und deshalb unbedingt zu erhalten.“

Finken, der den Erhalt der Anlage und die Suche nach Ausweichflächen begrüßt, sprach sich jedoch auf der letzten IVBF-Sitzung mit Nachdruck gegen die Installation der Beachvolleyballanlage auf der Grünfläche zwischen den Wällen aus und positioniert sich auch in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Jann Jakobs deutlich:

„Diese Grünfläche wird  fast das ganze Jahr über insbesondere von Kindern und Familien für unterschiedlichste Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt, ein Wegfall dieser zentralen und wichtigen Fläche für einen privaten Betreiber einer Sportfläche, die nur maximal ein halbes Jahr im Jahr genutzt werden kann, ist falsch und nicht vermittelbar. Dieser Bereich ist ein beliebter und sehr stark frequentierter Teil des Volksparks. Er wird von vielen Besuchern, vor allem Familien, Vereinen und Freizeitsportlern genutzt und ist ein idealer Veranstaltungsort.

Der Volkspark ist ein Aushängeschild der Familienfreundlichkeit unserer Stadt. Hier finden sich Angebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren. Im Volkspark haben sich Einrichtungen etabliert, die der Erholung, sportlichen Betätigung und Entspannung der Besucher dienen.

Die Verkleinerung der Flächen entlang der Georg-Herrmann-Allee ist bereits ein massiver Einschnitt. Eine weitere Reduzierung von Flächen, die von der Allgemeinheit genutzt werden können, ist daher nicht akzeptabel“.

Da die IVBF in mit ihrem Engagement für die Entwicklung und Bewohner des Bornstedter Feldes bereits vieles erreicht und den Stadtteil dadurch wesentlich geprägt haben, ist zu hoffen, dass die Stadtverwaltung auch diesmal den Einwänden der IVBF Gehör schenkt.

sts

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