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Schulleben zum Anfassen

Tag der Offenen Tür in Havelhöhe zeigte Vielfalt der Waldorfpädagogik

Am Samstag, 14.10.2017 hatte die Freie Waldorfschule Havelhöhe Eugen Kolisko zum Kennenlernen von Schule, Kindergarten und Hort eingeladen. Während einer öffentlichen Monatsfeier zeigten die Schülerinnen und Schüler, mit welchen Themen sie sich derzeit beschäftigen. Die Spanne reichte von der gemeinschaftlich vorgetragenen Ballade „Nis Randers“ der 8. Klasse, in russischer Sprache vorgetragenen Sketchen der 7. Klasse über Mozarts Priestermarsch aus der Zauberflöte vom Schulorchester bis zu einem Bericht vom Feldmesspraktikum der 10. Klasse. Schon die 2. und 3. Klasse zeigten dem Publikum mit viel Freude, wie eine Mausefalle auf die Bühne gebracht werden kann und was sie während einer Ackerbau-Epoche über die unterschiedlichen Getreidesorten gelernt hatten.

Die von dem gemeinnützigen Verein getragene und direkt am Gutspark Neukladow gelegene Einrichtung mit aktuell 320 Schülerinnen und Schülern hat einen Einzugsbereich, der sowohl den Spandauer Süden mit Kladow, Gatow und der Spandauer Wilhelmstadt als auch die benachbarten Brandenburger Regionen wie Falkensee, Groß Glienicke oder Fahrland umfasst. 75 Kinder in vier Gruppen besuchen den Kindergarten.

Mehrmals pro Schuljahr veranstaltet die Schule eine öffentliche Monatsfeier. Das sind Präsentationen aus dem Unterricht der Klassen, etwa  gemeinsam gesprochene Gedichte, Chor- und Orchesterstücke, Eurythmievorführungen oder auch ein Bericht von einem der fünf Schulpraktika. Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren im Laufe ihrer Schulzeit in Havelhöhe unter anderem ein Landwirtschafts-, ein Sozial- und ein Feldmess-Praktikum. Beim Feldmessen lernen die Schülerinnen und Schüler, in der freien Landschaft mit Hilfe des Winkelmessgerätes Theodolit eine maßstabsgerechte Landkarte anzufertigen. Das Sozialpraktikum wird zum Beispiel in Kindergärten oder Senioreneinrichtungen geleistet.

Die Klassen lernen von der 1. bis zur 12. Klasse gemeinschaftlich nach dem Gesamtschulprinzip, bei dem Unterschiede in der Lerngeschwindigkeit berücksichtigt werden. Lernen findet in Epochen statt, mehrwöchigen zusammenhängenden Unterrichtseinheiten, bei dem ein Thema in verschiedenen Zusammenhängen bearbeitet wird. Neben den klassischen naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Fächern liegt ein 3. Schwerpunkt im künstlerisch-praktischen Bereich. Dazu zählt z.B. das Theaterspiel, Handarbeit und Musik. Gartenbau gehört ebenso zum Lernprogramm.

Am Tag der Offenen Tür gaben Kolleginnen und Kollegen zudem im Naturwissenschaftsraum Einblicke in die aktuelle Chemieepoche der 9. Klasse oder zeigten das „bewegte Klassenzimmer“, welches in den untersten Klassen ein Lernen ermöglicht, das auch der Bewegungsfreude der Kinder Raum gibt. So manche der Besucherinnen und Besucher staunten über das Graffiti-freie Schulgebäude und den vielfältig bepflanzten Garten des Kindergartens. Sie sind das Ergebnis des Engagements von Mitarbeitern und Eltern.

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