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Sanierung der Altablagerung in Paaren vor dem Abschluss

Die Sanierung der früheren Deponie im Potsdamer Ortsteil Paaren ist nahezu abgeschlossen. Als letzter Schritt erfolgte das Ausbringen einer Rasensaat.

Die Altablagerung in Paaren wurde im Zeitraum Oktober 2015 bis Ende Februar 2016 im Auftrag der Landeshauptstadt rekultiviert. Um Kosten zu sparen, haben die Mitarbeiter der unteren Bodenschutzbehörde der Landeshauptstadt die Planungsleistungen erbracht. Insgesamt hat die Rekultivierung daher nur circa 130.000 Euro gekostet.

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„Die Sanierung der Altablagerung ist ein positives Beispiel dafür, wie Baumaßnahmen im Einklang mit dem Natur- und Artenschutz verlaufen können. Aufgrund der guten Vorbereitungen und Abstimmungen konnte der Zeitplan eingehalten werden, auch während der Bauphase gab es keine Verzögerungen“, sagte Markus Beck, Fachbereichsleiter Bauaufsicht, Denkmalpflege, Umwelt und Natur.

Vom Landesamt für Umwelt vorgegebenes Ziel der Rekultivierungsmaßnahme der bis 1990 genutzten Anlage war es, potentielle Schadstoffeinträge aus der Altablagerung in das Grundwasser durch eine Abdeckung mit mineralischen Materialien (Boden) zu minimieren sowie den direkten Kontakt mit den abgelagerten Abfällen zu unterbinden. Dazu wurden die circa 10.000 Kubikmeter gelagerter Materialien, zu denen vor allem Boden und Bauschutt gehören, in einem ersten Arbeitsschritt zentriert und anschließend mit einem halben Meter Boden abgedeckt.

Besonders berücksichtigt wurden bei der Planung und Ausführung der Sanierung die Belange des Natur- und Artenschutzes. Im Laufe der Jahre haben sich auf der Altablagerung Zauneidechsen und andere Reptilien sowie Amphibien angesiedelt, die zu den besonders und streng geschützten Arten gehören. Hierzu wurde rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten ein artenschutzrechtliches Genehmigungsverfahren unter Beteiligung der anerkannten Naturschutzverbände und des Naturschutzbeirats durchgeführt.

Vor Beginn der Bauarbeiten wurden die Reptilien und Amphibien geborgen und in ein geeignetes Ersatzquartier in der Nähe umgesiedelt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Tiere nun wieder in das Ursprungshabitat zurückwandern. Damit sich die zurückkehrenden Reptilien und Amphibien an der rekultivierten Altablagerung wieder ansiedeln, sind am Standort geeignete Habitate hergerichtet worden.

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