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Saisonales Kochen in der Schule

Obstgut Marquardt unterstützt Schüler beim Kochenlernen

Für Schüler der Regenbogenschule Fahrland gab es in den letzten Herbsttagen 2017 durch den Patenbetrieb Obstgut Marquardt den Start zum Kochenlernen mit Obst. Doch zunächst hieß es für Schulleiterin Claudia Lewerenz: „Sortenprüfung”. Sie begann einmal ihren beruflichen Werdegang mit der Gärtnerausbildung im Obstbau und hatte Sortenkunde als eines der Prüfungsfächer.

Schuldirektorin Claudia Lewerenz (l.) bei der„Sortenprüfung” neben Kochbuchautorin Heidi Kleinert und Ehemann Manfred Kleinert

Die heutige Schulleiterin sollte ihr Wissen vor Manfred Kleinert, dem damaligen Vorsitzenden der LPG Obstproduktion Marquardt und zu DDR-Zeiten Unterzeichner ihres Lehrvertrages, unter Beweis stellen. Sichtlich überrascht und fragend schaute sie auf die verschiedensten rötlichen und gelben Äpfel. Ihre Bestimmung ist auch für visierte Fachkräfte oft eine Herausforderung. Claudia Lewerenz schaffte alles richtig zu bestimmen. Hilfreich waren dabei vielleicht die kleinen Spicker, die so neben manchem Apfel lagen.

Josi und Babette bereiteten Apfelgelee zu

Nur wenige Minuten nach der Prüfung treffen Schüler der 5. Klasse in der Schullehrküche ein. Im Rahmen eines durch die Landesregierung geförderten Obstprogrammes sollte die vitaminreiche Versorgung in Schulen verbessert werden. Durch die 25-jährige Patenschaft der Regenbogenschule mit dem Obstgut Marquardt, in dessen Vertretung der frühere Leiter Manfred Kleinert nun gekommen war, ist das in der Regenbogenschule besonders gut möglich. Von dem Patenbetrieb werden schon über Jahre Äpfel für die vitaminreiche Versorgung der Schüler bereitgestellt. Mit dem Obst und künftigem saisonalen Kochen kommt das Obstgut nun selbst in die Schule.

Ben interessiert sich sehr für´s Kochen, was er vielleicht einmal später beruflich machen möchte

Gekommen ist auch Heidi Kleinert, Autorin von über 20 Kochbüchern. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, den Kindern viele praktische Tipps für die Zubereitung der Speisen zu vermitteln. Zunächst begutachtete sie mit den Kindern die Sortenausstellung. Dann ging es schon los.

Louis und Josephine viertelten Äpfel. Hiskia und Curtis stellten Apfel-Schoko-Muffins her. Ben und Erik kochten eine Kürbissuppe mit Äpfeln. Josi und Babette bereiteten Apfelgelee zu.

Die fertiggestellten Speisen konnten gleich verköstigt, für das Frühstückbüfett in der Schule zu Verfügung gestellt oder mit nach Hause genommen werden.

Zurzeit ist nur eine einmalige in Brandenburg verwaltungstechnisch überfrachtete Förderung für Schulen durch einen Produktionsbetrieb vorgesehen, die unbedingt aber verlängert werden sollte. Manfred Kleinert wünscht sich, dass die Förderung viel unbürokratischer, nicht nur für den einen kurzen Zeitraum, sondern am besten über das ganze Jahr bestehen sollte. Für die gute vitaminreiche Ernährung sei es z. B. wichtig, Kirschen, Erdbeeren, Pflaumen und Pfirsiche saisonal verarbeiten zu können.

Claudia Lewerenz ist sehr froh über diese Patenschaft und wünscht sich neben der kleinen Kochschule, die bereits in der Schule besteht, viel mehr Praxis, die nun verbessert werden kann.

G.S.

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