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Rote Kreuzer mit Nacht der Vampire

Willkommen beim Blutspendedienst in Potsdam

Natürlich ist man beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in der Charlottenstraße Nr. 1 a nicht nur zur „Nacht der Vampire“ willkommen, sondern das ganze Jahr über. Denn die oft lebensrettenden Spenden werden dringend das ganze Jahr über benötigt. Nur ausnahmsweise verwandelten sich die Räumlichkeiten des Instituts für Transfusionsmedizin zum sechsten Mal im Folgejahr am 20. Oktober für einen Abend bis Mitternacht zu einem Vampirschloss.

In Vampiroutfit Biss aufs Blut

Im Volksglauben und in der Mythologie sind Vampire blutsaugende Nachtgestalten. Bei einem Vampir soll es sich meist um einen wiederbelebten menschlichen Leichnam handeln, der sich von menschlichem oder tierischem Blut ernährt und mit verschiedenen übernatürlichen Kräften ausgestattet ist. Zu einem Vampir zählt man aber auch nichtmenschliche Gestalten wie Dämonen und Tiere, wie Feldermäuse, Hunde und Spinnen. Nach den mythologischen Vampiren sind die Vampirfledermäuse (Desmodontinae) benannt, die einzige Säugetiergruppe, die sich ausschließlich vom Blut anderer Tiere ernährt.

Willkommenstrunk aus Reagenzgläsern

Wohl kaum ein Geschöpf hat die Aufmerksamkeit so auf sich gezogen, wie die Blutsauger. Deshalb veranstaltete der DRK-Blutspendedienst die Nacht der Vampire mit Biss aufs Blut bei freiem Eintritt. Tote wurden lebendig, Hexen, der Tod selbst, liefen u. a. durch die Räume, Graf Dracula (Dr. Umhauer) und Teufelsfrau (Dr. Sabine Habicht) nahmen genauere Untersuchungen vor. Die DKK-Mitarbeiter, aber auch viele Blutspender, traten im Vampiroutfit auf. Die Mitarbeiter des Spendedienstes hatten die Räumlichkeiten durch gruslige Dekoration fantasievoll gespenstig verwandelt. Sie sorgten auch für ein blutig dekoriertes Vampirbüfett. Zur Begrüßung wurde kein Glas Sekt von einem Tablett angeboten, sondern augenscheinlich mit Blut gefüllte Reagenzgläser. Natürlich gab es kein echtes Blut zum Trinken, denn das ist hier für medizinische Zwecke viel zu begehrt. Aber auch andere ekelerregende Cocktails entpuppten sich als leckeres Getränk.

Wie beim Public Viewing flimmerten vor Ort stilechte Vampirfilme über die Monitore im Spendenbereich. Aus einer Tombola waren Preise zu gewinnen.

Viel Aufwand und Ideenreichtum bei den Roten Kreuzern für den Gruselfaktor! Für die eigentliche Blut- oder Plasmaspende war nur ein kleiner Piekser nötig, aber mit großer Wirkung: Oft lebensrettend.

G. S.

Fotos: Gertraud Schiller

 

 

 

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