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Potsdam baut Infrastruktur für Elektromobilität weiter aus

Die Landeshauptstadt Potsdam hat ein Konzept für mögliche Standorte von Ladesäulen im öffentlichen Straßenland erarbeitet und folgt damit konsequent dem Weg zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität. Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, stellte dieses am 19. Januar dieses Jahres gemeinsam mit Ulf Altmann, Geschäftsführer der Energie und Wasser Potsdam GmbH, vor. Ziel sei es, mit einem attraktiven Angebot an Lademöglichkeiten Kfz-Nutzer, die auf ihre Pkw angewiesen sind, von einem Umstieg auf ein Elektrofahrzeug zu überzeugen und damit die verkehrsbedingten Lärm- und Luftschadstoffemissionen zu senken.

E-Mobilität ist weiter im Kommen (Foto: LHP/Barbara Plate)

„Elektromobilität unterstützt die Strategie der nachhaltigen Mobilität. Daher wollen wir auch den Ausbau von Elektromobilität als Teil eines umweltgerechten und zukunftsfähigen Verkehrs in der Landeshauptstadt unterstützen. Das Standortkonzept ist hierfür ein wichtiger Baustein. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um einen an den städtischen Zielen ausgerichteten und geordneten Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur voranzutreiben“, so Rubelt.

EWP-Geschäftsführer Ulf Altmann: „Zukunft heißt Elektromobilität. Für die EWP bedeutet dies, sich für einen entstehenden Markt zu rüsten und zu positionieren. Noch sind es nur wenige Fahrzeuge. Das Wachstum wird sich exponentiell entwickeln, wenn die Technik besser und günstiger wird. Die EWP und die Netzgesellschaft Potsdam GmbH (NGP) wollen hier nicht nur reagieren, sondern die Entwicklung aktiv mitgestalten und dabei wertvolle Erfahrungen für einen späteren Massenmarkt sammeln. Deswegen haben wir eine Selbstverpflichtung zum Aufstellen von 20 Ladesäulen abgegeben.“
Im Juli 2017 waren etwa 100 Elektrofahrzeuge in Potsdam angemeldet. Derzeit stehen an elf öffentlichen bzw. öffentlich zugänglichen Standorten im Stadtgebiet 30 Ladepunkte zur Verfügung. In Anlehnung an die jüngst durch das Reiner-Lemoine-Institut durchgeführte Potentialanalyse zur Identifikation von Orten nachhaltiger Energieeffizienz und Elektromobilität in der Region Brandenburg, wird ein sukzessiver Ausbau auf mindestens 78 Ladepunkte in Potsdam angestrebt. Dafür werden mit dem vorgelegten Konzept 54 Standorte identifiziert, die in den nächsten Jahren sukzessive umgesetzt werden sollen. Die ersten zehn Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten werden bereits 2018 gebaut, 2019 folgen weitere zehn Säulen. Derzeit läuft die Feinfeststellung der Standorte ausgehend von den im Konzept festgelegten Orten.

Das Konzept zeigt darüber hinaus Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung auf, unter anderem der Integration von Carsharing. Dazu führt Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung der Landeshauptstadt Potsdam, aus: „Durch die Verknüpfung von Ladeinfrastruktur für Elektroautos und Standorten für Carsharing wollen wir zwei Systeme der nachhaltigen Mobilität miteinander verschmelzen und zukünftige Carsharing-Betreiber motivieren, E-Carsharing anzubieten“.

Grundlage für die Ermittlung der möglichen Standorte war auch eine vom 17. September bis 3. Oktober 2017 durchgeführte Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der insgesamt 188 Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen sind. Im Hinblick auf die Integration von Carsharing werden mit dem Konzept 16 Standorte aufgeführt.

Weitere Informationen zum Konzept und zur Elektromobilität in Potsdam erhalten Sie unter www.potsdam.de/emobil und www.swp-potsdam.de/de/energie/elektromobilitaet

LHP

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