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Potsdam 2018: 1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert

Am 3. Juli 2018 jährt sich die urkundliche Ersterwähnung Potsdams zum 1025. mal. Die Landeshauptstadt widmet diesem Geburtstag eine Jahreskampagne. „Nachdem wir im Jahr 1993 ein ganzes Jahr lang das Millennium gefeiert haben, fokussieren wir uns im nächsten Jahr auf das letzte Vierteljahrhundert“, erläutert Oberbürgermeister Jann Jakobs. „In den vergangenen 25 Jahren hat sich Potsdam enorm verändert – im Stadtbild, im Stimmungsbild und in Bevölkerungs- bzw. Besucherzahlen. Unsere Stadt wurde von der ‚Jammerhauptstadt‘ zur ‚Boomtown‘ des Ostens“, so Potsdams Stadtoberhaupt weiter.

Sigrid Sommer, Bereichsleiterin Marketing, erläuterte heute im Hauptausschuss und vor der Presse das Konzept der Jahreskampagne. Zentraler Anker ist eine Ausstellung, die anhand von 17 Themenfeldern die Veränderungen illustriert. Die Open-Air-Ausstellung, die am 20. Januar 2018 im Rahmen der Veranstaltung „Unterwegs im Licht“ eröffnet wird, soll Besuchern und Bewohnern anhand von Fotos und Texten auf 132 Metern Bauzaun in der Potsdamer Mitte Geschichte und Geschichten nahe bringen.

Thematisch geht es unter anderem um die Veränderungen in der Potsdamer Mitte, auf dem Brauhausberg, aber auch um die Russische Kolonie als Teil des UNESCO-Welterbes, die Medienstadt Babelsberg oder Drewitz. „Junge Leute oder Potsdamer Neubürger können nicht wissen, wie Potsdam vor 25 Jahren ausgesehen hat. Wir möchten erinnern, zum Nachdenken animieren und das Wir-Gefühl stärken.“ Die Themen der Ausstellung werden in unterschiedlichen Veranstaltungen sowie digital vertieft. Der Tag der Städtebauförderung z. B. wird am 12. Mai 2018 die Schiffbauergasse in den Fokus stellen.

Die Entwicklung dieses Areals spiegelt gleich mehrere Themen wider, die Potsdam in den letzten 25 Jahren beschäftigt haben: die Konversion ehemaliger Militärflächen, die Suche nach einem Standort für ein neues Theater, das Thema Hausbesetzungen und die Instandbesetzung von Gebäuden für die Freie Kulturszene. Das Potsdamer Stadtarchiv beteiligt sich am 3. März 2018 erstmals am Tag des offenen Archivs. Interessante Aufnahmen des Bestandes werden in einer Ausstellung gezeigt.

Unter dem Stichwort „Potsdamer Wegmarken der Demokratiegeschichte“ wird eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Potsdamer Toleranzvereins in drei Veranstaltungen wichtige Zäsuren der Potsdamer Demokratiegeschichte betrachten. Die Potsdam Marketing und Service GmbH greift mit unterschiedlichen thematischen Führungen inhaltliche Schwerpunkte der Open-Air-Ausstellung auf. An jedem 3. Sonnabend im Monat startet ein neues Führungsangebot. Für zwei Stunden und zu einem Sonderpreis von fünf Euro pro Person geht es u. a. um den Sportpark Luftschiffhafen, die Filmstadt Potsdam oder auch die Militärstadt. Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte zeigt Fotos des Fotografen und Verlegers Max Baur und illustriert damit Stadtgeschichte.

Das Thema der Jahreskampagne wird auch den Kalender der Stadtwerke bestimmen. 13 Schwerpunkte werden hier mit Vorher-Nachher-Fotografien beleuchtet, dabei geht es beispielsweise um das Bad auf dem Brauhausberg. „Einige der Geschichten, die wir vorstellen, werden auch in Kundenzeitungen städtischer Unternehmen vorgestellt werden. Schließlich sind die Veränderungen das Ergebnis der Arbeit Vieler.“ Der Veranstaltungskalender ist schon gut gefüllt. Ideen sind willkommen. Laufend kommen neue Angebote hinzu – dazu gehören auch Premieren. Die Brandenburger Jungweinprobe wird 2018 erstmals in Potsdam stattfinden. Zum Verein zur Förderung des historischen Weinbaus im Raum Werder (Havel) e. V. gehört auch der Weinberg unterhalb des Belvederes Klausberg, der in den vergangenen Jahren eine wunderbare Renaissance erfahren hat. Das Collegium musicum feiert im nächsten Jahr zusammen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg 100 Jahre Filmorchester, 25 Jahre Deutsches Filmorchester Babelsberg und zehn Jahre das beliebte Format „Klassik am Weberplatz“.

Weitere Informationen unter: www.potsdam.de/1025jahre

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