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Kein friedliches Fischen

Nachdem das Bistum Brandenburg gegründet worden war, wurden den Ketziner Fischern die Fischereirechte für die Gewässer in der Umgebung der Stadt vom Domkapital in Brandenburg übertragen. In einer Urkunde aus dem Jahre 1451 wird berichtet, daß die Fischer Ketzins dem Domkapital zu Brandenburg für diese Rechte 2 Schock Groschen zu entrichten hätten. Es war offentsichtlich nicht immer leicht, dese Rechte in der Praxis durchzusetzen; denn es wird berichtet, daß es zu Streitigkeiten zwischen Ketziner und Spandauer Fischern kam, und in einer Akte von 1586 ist von einer blutigen Auseinandersetzung zwischen den Ketziner Fischern und Kossäten und den „Garnleuten” des Domprobstes von Brandenburg zu erfahren: „Eines ehrwürdigen Domkapitels Garnleute waren … mit den Kossäten und Fischern des Städtchens Ketzin wegen der Fischerei in Irrung geraten und beiderseits ernstlich zu Worten und folgend darauf zu Handthaten, Schlägen und Stößen gekommen, und in solchem Tumult und Lärmen war Peter Malickow, Kossät zu Ketzin, durch Christof Möller, des Samuel von Bredow, Dompobstes zu Brandenburg, Lakaien geschossen worden, daß er davon zu Tode gekommen.“ Mutter und Bruder des Getöteten wurden vom Domprobst mit „…hundert Gulden märkischer Landeswährung Sühnegeld…“ abgefunden.

(Aus: 800 Jahre Ketzin, Festschrift zur Jubiläumsfeier / 12. Fischerfest der Stadt Ketzin im Jahre 1997)

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