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Historischer Fischzug

In der Ketziner Ortschronik hatte der frühere Lehrer Fritz Hummel 1934 über den Fischzug beim Fischerfest geschrieben, dass wenn das Garn ausgelegt und das Netz von den beiden Garnkähnen an Land gezogen wurde, sich unter dem oft reichen Fang immer große Welse befanden.

Der erste Zug mit dem großen Garn wurde zum Traditionsfest. Fotos: Sammlung Helmut Augustiniak

Nicht viel anders war es bei dem 27. Fischerfestes in Ketzi/Havel im August. Der Fischzug erfolgte zweimal, am Sonnabend und am Sonntag mit mit anschließender Versteigerung des Fangs.

Nach mehr als einer Stunde war das 500 Meter lange Schleppnetz von Fischermeister Lutz Schröder und seinem Teamt entsprechend der jahrhunderte alten Tradition an der Havelpromenade eingeholt worden. Immer wieder musste aus dem Netz viel Kraut entfernt werden.

Fischzug während des Fischerfestes 2017

Schließlich erhielt der Moderator Udo Feist einen Fisch nach dem anderen zur Versteigerung. Beim Mindestgebot von 30 Euro wurde zumeist 50 oder 60 Euro erzielt. Den Welsen wurde aber wahrscheinlich mehr Glück als früher beschert.

Etwa zwei Kilogramm Aal wurden für 50 oder 60 Euro versteigert

Denn für den einen 25-Kilo-Wels, der am Sonnabend von Norbert Weber (auf dem Mittelaltermarkt beim Fischerfest Schmied auf Zeit) für 60 Euro ersteigerte wurde, hieß es: „Ich lasse ihn frei“ und so geschah es unter heftigem Beifall. Am Sonntagnachmittag gehörte wieder ein großer Wels zum Fang. Diesmal stoppte eiligst eine Frau das Bietverfahren gleich bei 30 Euro, holte sich von den Zuschauern das Geld zusammen und entließ den Wels in die Freiheit des Trebelsees.

G. S.

Fotos: Katja Westphal

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