Nie wieder Todesangst
27. September 2017
76. ISTAF
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Heilen braucht Nähe

In Groß Glienicke hat Christina Tschirpke ihre eigene Praxis für Logopädie und Klinische Lerntherapie eröffnet und hilft mit viel Erfahrung, Geduld und Empathie betroffenen Kindern und Erwachsenen, vorhandene Defizite zu beheben.

Am 09. September feierte die neue Logopädie-Praxis „Logopädie im Pavillon“ Eröffnung und erweckte den Pavillon am See-Center nach langen Jahren des Leerstands aus dem Dornröschenschlaf. „Ich wusste gleich, dass man aus diesem Pavillon etwas machen kann“, so Tschirpke. Von innen wirkt die sehr ansprechend eingerichtete Praxis größer als von außen. Doch in den ersten Monaten wird die Praxis nicht täglich genutzt. „Ich werde viele Hausbesuche machen, weil die Betroffenen häufig nicht so mobil sind und ich auch längere Wartezeiten vermeiden möchte“, sagt Tschirpke, die aus ihrer langjährigen Erfahrung weiß, wie wichtig das Wohlbefinden der Betroffenen für eine erfolgreiche Therapie ist.

Tschirpke, die Logopädin und Klinische Lerntherapeutin ist, behandelt vor allem Betroffene mit myofunktionalen Störungen, Auffälligkeiten der Artikulation, Sprachentwicklungsstörungen, auditiver Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung, neurologischen Störungen, Demenz uvm. „Ich möchte nicht nur an den Symptomen herumdoktern, sondern suche nach dem Grund des Defizits, um dieses zu beheben.“ Um das zu erreichen, nimmt sich Tschirpke besonders viel Zeit für ihre Betroffenen, wie sie selbst ihre Patienten nennt. „Ich muss ganz nah am Menschen dran sein, denn die Nähe erhöht die Erfolgschancen um ein Vielfaches“, betont Tschirpke.

Peter T. aus Kladow ist schon lange bei Tschirpke in Behandlung. Damals konnte er nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen, schreiben und lesen, heute merkt man davon nichts mehr.

Die Klinische Lerntherapie hilft insbesondere Betroffenen, denen es schwer fällt, sich auf eine Sache längere Zeit zu konzentrieren – häufig Kinder. Hier gilt es für Tschirpke erst einmal herauszufinden, warum das Kind das tut, was es tut. Erst wenn das Gesamte ein Bild ergibt, weiß Tschirpke, wie sie dem Kind helfen kann. „Unsere Umwelt ist sehr schnelllebig geworden. Bei mir wird erst einmal heruntergefahren.“ Das heißt, dass sich Kinder auch mal 20 Minuten Zeit lassen dürfen, um sich ein Therapie-Spiel auszusuchen, und Tschirpke steht daneben und erklärt dem Kind die Spiele in aller Ruhe, schließlich soll das Kind wissen, wofür es sich entscheidet.

Entspannende Vorübungen und die unmittelbare Einbindung der Betroffenen sowie das Sich-ausprobieren-dürfen sollen dem Kind einen Rahmen geben. Dieser Rahmen ist wichtig, damit das Kind lernt, einer Sache gezielt seine Aufmerksamkeit zu schenken, sich zu fokussieren, stärker zu konzentrieren und schließlich eine Aufgabe über einen längeren Zeitraum erfüllen kann.

Tschirpke fühlt sich schon jetzt von Groß Glienicke sehr herzlich aufgenommen und freut sich auf die kommenden Aufgaben.

Mehr über die Logopädie im Pavillon erfahren Sie unter: www.logopaedie-tschirpke.de

sts

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