Mittsommer in Marquardt 2017
6. Mai 2017
Schild-Bürger-Streich
6. Mai 2017

Gästehaus Am Lehnitzsee

In der „Villa Adlon“ schreiten die Sanierungsarbeiten erfolgreich voran, doch schon jetzt kann es als Veranstaltungsort gebucht werden und bietet dabei Unvergleichliches.

Das neobarocke Haus, das zuvor ein unscheinbares Landhaus war, steht seit 1994 unter Denkmalschutz und wurde 1925 im Auftrag von Louis Adlon, Sohn und Nachfolger des Berliner Hotelgründers Lorenz Adlon, umgebaut. Das Anwesen brachte die Ehefrau von Louis Adlon in die Ehe ein, die Deutsch-Amerikanerin Hedwig Leythen, genannt „Hedda“.

So sah das Landhaus von „Hedda“ früher aus

Schnell avancierte das idyllisch gelegene Domizil zu einem Geheimtipp der oberen Herrschaften. Hier traf sich die Berliner Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Film und Kunst und feierte sich zum Teil selbst.

Während der Umbaumaßnahmen ab 1925 entstanden auf dem über 5000 Quadratmeter großen Grundstück neben dem zentralen Haupthaus ein Kavaliershaus, ein Reitstall, ein Bootshaus und eine Bootsanlegestelle. Doch das gemeinsame Glück fand 1945 sein jähes Ende. Louis Adlon wurde auf dem Anwesen in den letzten Kriegstagen 1945 von Rotarmisten verhaftet und starb wenige Tage unter ungeklärten Umständen.

Nach dem Tod Adlons zog die Familie weg und die Villa diente unterschiedlichen Zwecken. So z.B. während der Potsdamer Konferenz als Unterkunft sowjetischer Marineangehöriger, zu DDR-Zeiten nutzte man sie als Kinderklinik und später als Schule für Zivilverteidigung. Nach der Wiedervereinigung bis zum Jahre 2008 diente das Anwesen der Landesakademie für öffentliche Verwaltung des Landes Brandenburg.

2011 fand die Immobilie neue Besitzer, die seitdem das Haupthaus und seine Nebengebäude mit viel Liebe detaillegetreu restaurieren. Das Ziel der neuen Eigentümer ist es, das Haus der Öffentlichkeit weitestgehend wieder so zugänglich zu machen, wie es einst war.

Auch wenn es an einigen Stellen noch nach Baustelle anmutet, so ist doch bereits vieles fertiggestellt: Das Gartenhaus, das Pförtnerhäuschen sowie der Seitenflügel des Haupthauses beherbergen heute mehrere zauberhaft hergerichtete Zimmer und Apartments. Ein besonderer Geheimtipp ist das idyllische Ein-Zimmer-Apartment im Bootshaus mit der kleinen Terrasse am Wasser.

Thomas Gottschalk auf der Terrasse des Haupthauses

Thomas Gottschalk, Betriebsleiter des Gästehaus Am Lehnitzsee, freut sich sehr über das wachsende Interesse an dem Haus als Veranstaltungsort. „Hier passt alles rein“, so der gelernte Restaurantfachmann und Immobilienkaufmann, der sich um die Vermarktung des Landhauses kümmert. So finden z.B. Taufen, runde Geburtstage, Seminare, Wissenschaftssymposien und sogar ein eigens initiierter Weihnachtsmarkt hier die passenden Räumlichkeiten und ein unvergleichliches Ambiente. „Wir möchten auch das Angebot für die in der Region lebenden Familien erweitern“, so Gottschalk. Ebenso sei es geplant, Angebote für den buchstäblich vor der Haustür gelegenen Wassertourismus zu etablieren.

Das Tor des Gästehauses steht für jeden Besucher offen, Termin vereinbaren genügt

Die grundlegenden Arbeiten sollen voraussichtlich Mitte 2018 abgeschlossen sein. Bis dahin kann man aufgrund der Baustellensituation sicherlich noch das ein oder andere Schnäppchen machen.

Das Gästehaus Am Lehnitzsee ist sicherlich schon heute einer der attraktivsten Veranstaltungsorte der Region, und wer plant, hier einmal Gastgeber sein zu wollen, sollte sich möglichst schnell entscheiden, denn die Nachfrage wächst täglich.

Kontakt und Infos unter:

www.gaestehaus-lehnitzsee.de

info@gaestehaus-lehnitzsee.de

X