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Frischer Spargel aus Bornim

Am Stadtrand von Potsdam wächst das wohl beliebtest Stangengemüse der Saison und hat eine ganz besondere Qualität

Er bestimmt von Mitte April bis Ende Juni die Karten aller Restaurants, der Spargel. Und wer kennt sie nicht, die Spargelregionen um Beelitz & Co. oder die vielen Verkaufshäuschen, die in den kommenden Wochen auf Parkplätzen und an vielen Straßen stehen, um das weiße Gold zu verkaufen. Doch wer hätte gedacht, dass in Potsdams Norden Spargel wächst?

Chefkoch Franke darf den ersten Spargel stechen

Der Spargelbauer und Dipl.-Landwirt Jochen Scherer kümmert sich seit einigen Jahren um das beliebte und gesunde Gemüse. Scherer achtet dabei ganz genau auf die Einhaltung wesentlicher, die Qualität bestimmender Bedingungen, die dem Spargel seinen besonderen Geschmack verleihen.

Auf einer relativ kleinen Fläche von etwa 11.000 Quadratmetern baut Scherer seinen Spargel an und erntet im Laufe einer Saison mehrere Tonnen davon, die zum größten Teil direkt in der Region um Potsdam verkauft werden und auf die Tische vieler Restaurants kommen.

Auch Björn Franke, Inhaber und Koch des Restaurants Die Tenne, in Neu Fahrland, kennt Scherer und seinen hochwertigen Spargel seit Jahren. „Ich freue mich sehr, dass wir unseren Gästen einen so guten Spargel aus unserer unmittelbaren Region anbieten können“, so Franke, der sich auch gerne persönlich vor Ort von der Qualität und dem Wachstum des Spargels überzeugt.

Joachim Scherer und Björn Franke überzeugen sich von der Qualität des Spargels

Scherer ist selbst Landwirt und hat sich vor 10 Jahren selbstständig gemacht. Bis jedoch der erste Spargel geerntet werden konnte, musste das Feld drei Jahre lang vorbereitet werden. Erst dann kann im vierten Jahr der Spargel gestochen werden, der dann ausreichend Rhizome und Wurzeln von bis zu zwei Metern Tiefe ausgebildet hat. Ist die Witterung dann günstig, d.h. warm genug, sprießt der weiße Spargel ab Mitte April unter der Thermofolie.

Brandenburg ist mit ca. 4.400 Hektar Anbaufläche nach Niedersachsen das zweitgrößte Spargelanbaugebiet Deutschlands. Im vergangenen Jahr wurden über 19.500 Tonnen in Brandenburg gestochen. Allerdings gibt es den Spargel nur noch bis zum 24. Juni, denn am Johannistag endet traditionell die Spargelsaison. Dann heißt es wieder: „Spargel tot, Kirschen rot“, und eine neue Saison beginnt.

Guten Appetit!

sts

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