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Feiern für und mit der Feuerwehr

Vom Fest des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Falkenrehde

Am 30. September war es wieder soweit: In den Abendstunden fand das Vereinsfest der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Falkenrehde statt. Der Verein zählt die stolze Zahl von 91 Mitgliedern, neue sind gern willkommen.

Viele Vereinsmitglieder sind gleichzeitig Kameraden der Falkenrehder Ortswehr der Stadt Ketzin/Havel. Neben dem Vereinsfest gibt es bei den Falkenrehdern u. a. auch das jährliche Eisbeinessen und den Vereinsausflug, welcher diesjährig nach Niederfinow mit Besichtigung des Schiffshebewerkes führte.

Gleich drei Schutzpatronen: Lothar Fiedler, 2.Vorsitzender des Fördervereins (l.), Sankt Florian und Detlef Edeling, 1.Vorsitzender (r.)

Die Vereinsmitglieder unterstützen die Ortsfeuerwehr u. a. durch Spenden und Arbeitseinsätze tatkräftig. Die Falkenrehder Feuerwehr und ihr Förderverein leisten Überstunden bei der Vor- und Nacharbeit der traditionellen Feste im Ort. Die Arbeit der Feuerwehrleute und ihres Vereines ist von großem Wert.

Von ihnen wurde u. a. bis auf die Fahrzeughallen auch das Feuerwehrdepot in der Ketziner Str. 5 selbst umgebaut und modernisiert, wo man nun das alljährliche Vereinsfest als Dank aller veranstaltete.

Das Fest wurde fröhlich gefeiert, aber auch der Tragödie um die beiden im Einsatz auf der Autobahn A2 getöteten Kameraden gedacht und Spenden für die hinterbliebenen Familien eingesammelt.

Der Vereinsvorsitzende Detlef Edeling berichtete, dass sich diese Aktion über einen längeren Zeitraum erstrecken soll und vom Verein auch ein A2-Spendenkonto eingerichtet wurde, auf dem es schon einige Einzahlungen gab. Das furchtbare Unglück hat nicht nur eine tiefe Betroffenheit bei den Kameraden erzeugt, sondern auch zu vielen Gesprächen geführt. Den Kameraden war die  Benachteiligung gegenüber der Berufsfeuerwehr gar nicht bewusst. Da die Freiwillige Feuerwehr eine wesentliche Säule der Brandabwehr und -bekämpfung, Hilfe nach Unfällen und sonstigen Einsätzen ist, wo keine gesetzliche Verpflichtung zur Unterhaltung einer Berufsfeuerwehr besteht, sollte man der oft schweren und aufopferungsvollen Arbeit, die über ein Ehrenamt hinaus geht, eine finanzielle Anerkennung und Absicherung durch gesetzliche Neuerungen geben.

Detlef Edeling meinte zudem, dass es auch gerecht wäre, wenigstens Rentenpunkte für die vielen geleisteten Stunden zu erhalten.

Im neuem schmucken Gewand präsentiert sich der in Eigeninitiative frisch renovierte Gemeinschaftsraum der FF-Falkenrehde, in den auch der seit seinem Badeunfall querschnittsgelähmte René Keßler per Hublift gelangt und nun wieder die Jungfeuerwehr unterrichten kann

Die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr wird schließlich ständig gebraucht und ist oft lebensrettend. Private Interessen müssen oft zurück gesteckt werden für Schulungen, Übungen, Arbeitseinsätze und rettende Maßnahmen. Auch die Nachwuchsgewinnung ist jetzt durch die Unfalltragödie viel schwieriger geworden. Deshalb müsse etwas geschehen, um die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren weiterhin absichern zu können.

„O heiliger Sankt Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ andre an!“ –  Dieser Spruch wurde früher viel über die Haustüren geschrieben. Damit wurde aber jenem Schutzpatron, der als erster „österreichischer“ Märtyrer gilt, Unrecht getan, ihn aufzufordern, andere ins Unglück zu stürzen

G.S.

Fotos: Gertraud Schiller

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