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Einladung zum Weltgebetstagsgottesdienst 2018 am 2. März um 18 Uhr in der Dorfkirche

Am 2. März ist es wieder so weit, dann feiern ChristInnen in über 170 Ländern rund um den Erdball einen Gottesdienst zum Weltgebetstag, der jährlich am ersten Freitag im März begangen wird.

Die Gottesdienstordnung mit ihren Liedern, Texten und Gebeten kommt in jedem Jahr aus einem anderen Land. 2018 haben Frauen aus Surinam sie unter das Thema „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ gestellt.

Surinam, das im Norden an den Atlantischen Ozean und im Süden an Brasilien grenzt, ist mit einer Fläche von ca. 164.000 km² das kleinste unabhängige Land und eines der ärmsten in Südamerika. 90% der ca. 550.400 Einwohner leben küstennah, davon die Hälfte in der Hauptstadt Paramaribo. 38% sind afrikanischer, 34% indischer Herkunft und 18% stammen aus Java. Daneben gibt es indigene Völker, Chinesen, Araber und Europäer.

Die Amtssprache ist Niederländisch. Neben vielen weiteren Sprachen werden hauptsächlich die Kreolsprache Sranantongo und Englisch gesprochen. Vor der Kolonialisierung durch die Niederlande ab 1816 hatten  fünf verschiedene Indianerstämme das Land beherrscht. Die Sklaverei wurde 1863 abgeschafft. 1975 erlangte das damalige Niederländisch -Guayana seine völkerrechtliche Unabhängigkeit und heißt seitdem Surinam. Zwischen 1986 und 1992 erschütterte ein Bürgerkrieg das Land. Seit 2010 ist Surinam eine Republik mit Präsidialverfassung.

Das Klima ist tropisch mit zwei Regenzeiten im Jahr. Mehr als 80% der Fläche besteht aus Regenwald mit mehr als 1.000 Baumarten (Zum Vergleich: im deutschen Wald sind es 30 Baumarten). Rodungen und Quecksilberbelastung als Folge von bis zu 3.000 legalen und illegalen Goldminen gefährden ihn stark. Außerdem schreitet an der Küste die Bodenerosion rasant voran, weil die großen Mangrovenwälder der Abholzung und dem ansteigenden Meeresspiegel immer mehr zum Opfer fallen. Dabei sind sie Kinderstube vieler tropischer Fischarten und ein wichtiger CO²-Speicher.

Der Export von Gold, Öl und (bis 2015) Bauxit ist Surinams wirtschaftlicher Motor und macht 85% der Exporterlöse aus.

In Surinam herrscht eine friedliche Koexistenz der Kulturen und Religionen. In der Hauptstadt steht die Moschee direkt neben der Synagoge. Christen (48% der Bevölkerung), Muslime (20%) und Hindus (25%) sowie afrikanische Schamanen und Heiler praktizieren ein harmonisches Miteinander.

Seit 1735 ist die Herrnhuter Mission im Land mit 62 Gemeinden und ca. 60 000 Mitgliedern sehr aktiv tätig. Damit ist die Brüdergemeine die größte protestantische Kirche und eine der wichtigsten gesellschaftlichen Kräfte im Land. Die katholische Kirche hatte bei der letzten Volkszählung 2012 einen Bevölkerungsanteil von 26%. Im Gesundheits- und Schulbereich arbeiten beide eng zusammen, besonders im Landesinneren, wo die Versorgung eher schlecht ist.

Wir laden Sie ein zu einem bunten Gottesdienst am 2. März. Er findet um 18 Uhr in der Dorfkirche statt. Wir, das Frauenteam, das diesen Gottesdienst in Groß Glienicke vorbereitet, heißt Sie herzlich willkommen zu einem ganz besonderen Ereignis mit viel Musik, Gebeten und Anspielen. Im Anschluss daran bieten wir Ihnen landestypische kulinarische Spezialitäten an und laden Sie zum Gedankenaustausch ein.

Eva Dittmann-Hachen

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