Groß Glienicke international
6. Juli 2017
Neu Trainingsanzüge für SG RW Groß Glienicke/Seeburger SV
6. Juli 2017

„Die Woge“ ist da

Am 11. Juni wurde der Skulpturenpfad in der Uferlandschaft Groß Glienickes feierlich mit einer Skulptur des Künstlers Volkmar Haase eröffnet

Vor drei Jahren hatten die Stellvertretende Ortsvorsteherin Birgit Malik und die Künstlerin Regina Görgen die Idee, einen Skulpturenpfad um den Groß Glienicker See zu errichten, um den Spaziergang entlang des Sees zu einem besonderen Erlebnis und einer touristischen Attraktion werden zulassen. Jetzt wurde die Idee mit der Installation der ersten Skulptur „Die Woge“ am Südufer des Groß Glienicker Sees Realität.

Birgit Malik und Winfried Sträter begrüßen die Gäste und eröffnen den Festakt

Die Woge ist zurzeit noch eine Leihgabe für vier Jahre, Malik betonte jedoch bei ihrer Eröffnungsrede, dass es wünschenswert sei, die Woge nach Ablauf der Leihgabe kaufen zu können, um den Skulpturenpfad für den Ortsteil nachhaltig zu sichern. Dafür seien jedoch 38.000 Euro notwendig.

Jetzt steht sie erst einmal für vier Jahre am Südufer des Sees. Sie ist 2,70 m hoch, aus mehreren Millimeter dickem Edelstahl geformt und fast eine Tonne schwer. Für die nötige Stabilität sorgt ein ein Kubikmeter großes Betonfundament.

Birgit Malik, und Familie Haase enthüllen die Skulptur

In Absprache mit dem Grünflächenamt wurde die Sichtachse so gewählt, dass das Kunstwerk von der Sitzbank aus mit Blick über den See vom Betrachter erfasst wird. Dabei wurde auch dafür gesorgt, dass man um die Skulptur herumlaufen kann, um sie von allen Seiten zu bewundern.

Realisiert werden konnte dieses Projekt durch die tatkräftige Unterstützung des Groß Glienicker Kreis e.V., der u.a. dafür sorgte, dass die Finanzierung über Spendengelder möglich wurde.

Über 60 Interessierte und Mitwirkende kamen und staunten

Die Gegend rund um den Groß Glienicker See hat sich in den vergangenen Jahren zu einer kulturellen Hochburg in Potsdams Norden entwickelt. Das Potsdamer Tor, die Mauergedenkstätte und der Parkwald des ehemaligen Rittergutes am Nordufer des Sees, das Alexander Haus mit dem geplanten Kultur-Campus und das Abraham Haus sind Zeitzeugen einer vergangenen und doch lebendigen Geschichte, die den Ortsteil Groß Glienicke wohl zu Recht zu einem kulturell einzigartigen Ortsteil macht.

Wenn es jetzt noch gelingt, den Uferweg für die Öffentlichkeit frei zu geben, hätte der Skulpturenpfad die Chance, die historischen Zeitzeugen entlang des Sees zu verbinden und zu zeigen, dass Grenzen auf einem Weg, an dem einst eine Mauer stand, heute nichts mehr zu suchen haben.

Denn wie zitierte Birgit Malik den russischen Komponisten Modest Petrowitsch Mussorgski so treffend: Die Kunst ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel für das Gespräch mit den Menschen.

sts

X