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Das Paarener Hoffest in Schwarz-Weiß

In Paaren, dem einen Ort von Uetz/Paaren, fand Mitte Juli ein Hoffest statt. Es war in Schwarz-Weiß angelegt, so, wie es das auf dem über 500-jährigen, gut funktionierenden 10 000 Quadratmeter großen Zimmermanschen Hof sicherlich noch nicht gab. Teile des bäuerlichen Anwesens und insbesondere die große Scheune wurden zu dem Fest in Schwarz-Weiß geschmückt. Auch das heutige Hofgefolge und die Gäste kleideten und schminkten sich in den Farben. Schwarz-Weiß sollte hier nicht als Kunst zu verstehen sein oder gar als Gesellschaftskritik. Schwarz-Weiß war das Thema des diesjährigen Hoffestes.

In der schwarz-weiß geschmückten Scheune leben drei Fledermausarten und bis zu 30 Schwalbenpaare

Im eleganten Schwarz-Weiß gekleidet waren an diesem Sonnabend zuerst Gerd Damaschke und Frau Sonja anzutreffen. Gerd Damaschke ist der Ortschronist von Paaren und wohnt mit seiner Familie seit 2002 auf dem Zimmermannschen Hof. Er berichtete, dass das fast alljährlich veranstaltete Hoffest ursprünglich eine tiefere Bedeutung hat. Denn im Ort geisterte die Annahme herum, dass auf dem Hof eine fragwürdige Sekte gezogen sei. Um diesen Behauptungen zu entgegnen, entstanden die Hoffeste, bei denen auch die Paarener Alteingesessenen eingeladen waren. Die Feste haben dabei immer ein Thema, wie z. B. Elins oder Film in den Vorjahren. Die meisten Festteilnehmer verkleiden sich dann immer entsprechend prächtig. Viel Spaß ist u. a. angesagt mit Kinderschminken, Spielen, Hüpfeburg, Ponyreiten, Märchenerzählerinnen, Bogenschießen, Tombola, Versteigerungen, Disco und Modenschau. Die Hofgemeinschaft spendiert alkoholfreie Getränke und Bier. Für das kalte Büfett bringt jeder etwas mit. Es gibt Gebackenes und Gegrilltes.

Wohnen gern mit der Hofgemeinschaft zusammen: Gerd Damaschke und Ehefrau Sonja, welche hier mit ihrer Größe schummelt

Etliche Jahre zurückdatiert, unmittelbar nach dem Fall der Mauer, verwies ein Zettel an der einzigen Telefonzelle im Ort auf den Verkauf des völlig heruntergekommenen Vierseitenhofes.

Eine Freundesgruppe aus Berlin-Wannsee, zu der der heutige Paarener Gärtnermeister Ingo Kunde gehörte, kauften die Hofanlage mit dem baufälligen Gebäuden und sanierten sie liebevoll in sehr vielen Arbeitsstunden. Aus dem großen Haus der damaligen Bauernfamilie und aus den Ställen entstanden neue Wohnungen, in denen heute neun Familien mit acht Kindern leben.

Kunterbunt war es bei der Märchenoma

Inzwischen hat sich der Hof zum Mittelpunkt des Ortsgeschehens entwickelt (Was aber für die Paarener Kirche künftig angedacht sei.) Etwa 150 Gäste kamen in und zu in Schwarz-Weiß. Gefeiert wurde bis morgens um 2 Uhr.

G. Schiller

 

Fotos: Katja Westphal

 

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