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Bürgertreff in Bornstedt erst 2020?

Eine Expertenrunde soll in den nächsten Monaten eruieren, was in Bornstedter Feld wirklich benötigt wird und was davon umsetzbar ist.

Das Bornstedter Feld ist wohl das sich am schnellsten entwickelnde Wohngebiet in Potsdam. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass bei dem Tempo der Umsetzungen eine Menge Planungs- und Umsetzungsfehler gemacht wurden, die man im weiteren Entwicklungsprozess nicht wiederholen bzw. ungeschehen machen möchte – sofern dies noch möglich ist.

Matthias Finken von der Interessenvertretung Bornstedter Feld weiß, was in Bornstedt dringend gebraucht wird

Eine dieser Berichtigungsmaßnahmen, die die ungenügende Entwicklung einer sozialen Infrastruktur auffangen und wenn möglich korrigieren soll, ist die Beauftragung eines Expertengremiums. Dieses Gremium, intern auch als „interfraktionelle Steuerungsgruppe“ bezeichnet, soll sich aus je einem Mitglied jeder Fraktion sowie weiteren Mitgliedern aus der Verwaltung, der ProPotsdam sowie weiterer beratender Personen zusammensetzen und Ende Januar dieses Jahres mit seiner Arbeit beginnen. Allerdings klingt die Aufgabe noch wenig konkret und zielbestimmt formuliert, denn es soll lediglich eine „vertiefte Erörterung und Einigung auf mögliche zukünftige Nutzungskonstellationen der Biosphärenhalle im Rahmen eines abgestimmten Verfahrens“ erfolgen. In dem weiteren Verlauf soll auch eine Bürgerbeteiligung durchgeführt sowie involvierte Ausschüsse zu den Zwischenergebnissen gehört werden. Ende 2019 soll dann in einem finalen Beschluss die Stadtverordnetenversammlung dazu votieren.

Es ist also noch lange hin, bis es zu einer verlässlichen Entscheidung, dann zu einer alle Fragen berücksichtigenden Planung und einer Umsetzung eben dieser Pläne kommen wird.

Was das Bornstedter Feld wirklich dringend benötigt, wissen einige schon jetzt ganz genau, die sich seit Jahren vor Ort für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger einsetzen: z.B. einen Bürgertreff. „Es ist schade, dass das Bornstedter Feld mit seinen mittlerweile fast 12.000 Einwohnern (und damit ist nicht der gesamte Stadtteil Bornstedt gemeint, Anm. d. Redaktion) über keine wirklich wahrnehmbare soziale Infrastruktur verfügt“, sagt der Sprecher der Interessenvertretung Bornstedter Feld, Matthias Finken, dem HEVELLER. „Die Installation einer solchen Räumlichkeit wäre generationsübergreifend für alle Einwohner ein großer Gewinn. Nirgends gibt es ein entsprechendes Angebot, das den Einwohnern sowohl räumlich als auch institutionell die Möglichkeit des Austausches bietet, dabei ist die Nachfrage sehr groß“, führt Finken weiter aus.

Die Einwohner der Region müssen wohl noch eine Weile warten, bis einige der Dinge, die man in den letzten Jahren vergessen hat, doch noch berücksichtigt werden. Manches wird aber wohl leider nicht mehr korrigiert werden können.

sts

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