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Ausstellung „Aufatmen. Die Havel erleben“ verlängert

Naturkundemuseum zeigt Fotografien noch bis zum 27. Mai

Das Naturkundemuseum Potsdam verlängert die Ausstellung „Aufatmen. Die Havel erleben“, eine Leihgabe des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (Nabu). Noch bis zum 27. Mai können die Aufnahmen der beiden Fotografen Klemens Karkow und Parwez Mohabat-Rahim  in der Treppenhausgalerie des Naturkundemuseums Potsdam angeschaut werden.

Die Ausstellung thematisiert die Besonderheiten des Flusses und gewährt Einblicke in eine einzigartige Welt: Biber, die sich wieder zu Hause fühlen, majestätisch jagende Seeadler und Havel-Fischer, die den Fluss wie ihre Westentasche kennen. Die Foto-Ausstellung zeigt ein Porträt der Unteren Havelniederung mit all ihren Facetten: der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, der verwunschenen Auenlandschaft, den verschlungenen Flussarmen sowie den Menschen, Tieren und Pflanzen, die entlang des Flusses leben. Die beeindruckenden Fotografien sind im Laufe der letzten elf Jahre entstanden, in denen der Nabu die Havel schon teilweise renaturiert hat und sie so wieder lebendiger und ursprünglicher werden ließ.

Eine wechselvolle Geschichte hat der Fluss erlebt, heute darf er aufatmen und in Teilen wieder wild fließen. Die beiden Fotografen haben spannende Details auf mehr als zwanzig großformatigen Fotografien abgebildet. Klemens Karkow arbeitet beim Nabu-Bundesverband und ist Mitglied bei der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Ihn reizen vor allem die ungewöhnlichen Perspektiven, für die er auch mal in einen Taucheranzug steigt oder auf 18 Meter hohe Hebebühnen klettert. Parwez Mohabat-Rahim ist ein renommierter Porträt-Fotograf aus Berlin, der internationale Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur in Szene setzt. Gemeinsam haben die beiden Fotografen ein einzigartiges und persönliches Bildnis eines sensiblen Naturraumes gezeichnet.

Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropa. Mehr als 1000 vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben hier. Seit dem Jahr 2005 setzt sich der Nabu dafür ein, dem Fluss wieder seine ursprüngliche Natürlichkeit zurückzugeben. Auf 90 Flusskilometern werden unter anderem Sandufer von schweren Steinen befreit, Altarme an den Hauptstrom angeschlossen und viele Hektar neuer Auenwald gepflanzt. Das Projektgebiet erstreckt sich auf etwa 19000 Hektar zwischen Pritzerbe im Landkreis Potsdam-Mittelmark und der Havelmündung nordwestlich von Havelberg in Sachsen-Anhalt.

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