Willkommen beim HEVELLER

Ihrem Magazin der Havelregion

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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vor Jahren noch fand ich es „lustig“, wenn der Chef einer großen deutschen Illustrierten für den Inhalt seines Blattes immer „Fakten, Fakten, Fakten“ verlangte. Das fand ich damals und auch heute als eine grundsätzliche Forderung an guten Journalismus. Wir vom HEVELLER haben es jedenfalls auf unsere Fahnen geschrieben: Wahrheiten brauchen unsere LeserInnen. Und sie sollen sie auch bekommen.

Nun hat die Gesellschaft für deutsche Sprache als Wort des Jahres 2016 „postfaktisch“ gekürt. „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten“, sagte z. B. unsere Kanzlerin im September 2016 nach der Berlin-Wahl. „Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sie folgen allein den Gefühlen.“

Schon der griechische Philosoph Epiktet hatte festgestellt: Nicht die Tatsachen bestimmen über das Zusammenleben, sondern die Meinungen über die Tatsachen. Das Wort postfaktisch ist eine Zusammensetzung aus „post“, also „nach“ oder „danach“, und „Fakt“ für Tatsache – also „nachfaktisch“, was so viel heißen will wie: Man/frau soll sich von Emotionen, von Gesichtern und Gefühlen leiten lassen, die Fakten spielen dabei keine so große Rolle. Und dabei kann sich die Wirklichkeit quasi verbiegen.

Das Wissen und die wahren Gegebenheiten, die historischen Ursachen und die Folgen gesellschaftlicher Entwicklungen: das alles zählt nicht. In der postfaktischen Wahrnehmung stören Fakten, die nicht ins eigene Weltbild passen, man will die Tatsachen eigentlich nicht so genau wissen…

Ist das die Antwort an die Menschen, die die etablierten Parteien scheinbar nicht mehr erreichen? Die unzufrieden sind und sich im Stich gelassen fühlen? Mehr Gefühl?! Die Bundestagswahl im begonnenen Jahr wird es zeigen, ob es reicht, „postfaktisch“ zu agieren und im wahrsten Sinne des Wortes den Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Wir meinen: Bei allen Gefühlen – die Fakten sind das Gerüst auch für die schreibende Zunft. Und wir werden uns daran halten in unserem HEVELLER. Fakten – ob mit Gefühl versehen oder als sachliche Nachricht. Darauf können Sie weiter bauen.

Übrigens noch ein Fakt (vielleicht etwas für Büttenreden in der Faschingszeit?): Das österreichische „Wort des Jahres“ 2016 ist 51 Buchstaben lang – es lautet „Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung“. Verrückter geht’s nicht, oder?

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Martin

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